Blog · 21. August 2026

WordPress mehrsprachig: Polylang oder WPML — und die hreflang-Falle

Die Systemwahl bereut man erst nach fünfzig übersetzten Seiten, und ohne hreflang konkurrieren die Sprachversionen gegeneinander. Worauf es wirklich ankommt.

Mehrsprachigkeit ist in WordPress kein Häkchen, sondern eine Systementscheidung. Die zwei Fragen, die vorab beantwortet gehören:

Polylang oder WPML?

Polylang ist schlank, schnell und in der Basisversion kostenlos — ideal, wenn Inhalte überschaubar sind und das Theme sauber gebaut ist. WPML kostet laufend, kann dafür fast alles: Builder-Integrationen, Übersetzungs-Workflows, String-Übersetzung bis in Plugin-Ecken. Die Faustregel: Je verschachtelter Theme und Page-Builder, desto eher WPML; je klarer die Struktur, desto eher Polylang. Der Wechsel zwischen beiden ist nach fünfzig übersetzten Seiten ein eigenes Projekt — deshalb lohnt die halbe Stunde Analyse vor der Installation mehr als jede spätere Reue.

Die hreflang-Falle

hreflang sagt Suchmaschinen, welche Sprachversion zu welchem Land gehört. Fehlt es, passieren zwei Dinge: Ihre Sprachversionen konkurrieren im Index gegeneinander (Duplicate-Signale), und Nutzer landen auf der falschen Version — der Franzose auf der deutschen Seite. Beide Plugins können hreflang, aber nur bei sauber konfigurierten Sprach-URLs (/en/, /fr/) und vollständigen Zuordnungen. Genau dieser unsichtbare Teil wird in Klick-Anleitungen regelmäßig übersprungen.

Nicht vergessen: alles außer dem Inhalt

Menüs, Widgets, Footer, Impressum und Datenschutz (ja, auch die gehören übersetzt bzw. je Sprachraum geprüft), Formulare samt Fehlermeldungen, E-Mail-Vorlagen. Eine Seite ist erst mehrsprachig, wenn kein deutscher Textfetzen mehr im englischen Checkout auftaucht.

Unsere Mehrsprachigkeit-Einrichtung (449 € Festpreis) nimmt die Systemwahl begründet ab, richtet Struktur, hreflang und Umschalter ein und übergibt mit einem Workflow, mit dem Sie neue Inhalte selbst in allen Sprachen pflegen.